Pressestimmen - CD "Viagra im Glas"

Heilbronner Stadtanzeiger, 15. September 2005:

Neue CD der Kabarettgruppe mit frechen Liedern

GAUWahnen mit "Viagra im Glas"

Lieder sind das Salz inder Suppe, die das Kabarett serviert. Dass diese Speise scharfzüngig und gepfeffert ist, versteht sich von selbst. Nach der CD "Kraft und Leben" über den Heilbronner Lyriker Ludwig Pfau und der Kabarett-Doppel-CD "wahnsinn.de" hat Heilbronner Kabarett-Ensemble GAUwahnen deshalb nun eine neue CD nur mit Liedern produziert.

"Viagra im Glas" - das sind 18 freche Lieder aus den Kabarettprogrammen "Bombenstimmung" und "Schnäppchenjagd". Mal hintersinnig-heiter, mal deftig-frivol, mal humoristisch und mal zynisch kommentieren die Songs das Zeitgeschehen und bringen das Blut in Wallung. Eva Läpple, Alexandra Müller, Ingo Kaiser und Erhard Jöst singen ausdrucksstark, musikalisch schwungvoll begleitet von Niklas Albrecht (Klavier), Eva Läpple (Saxophon) und Christian Schillo (Trompete). Für die optimale Mischung sorgte der Tonmeister Steffen Burkhardt, in dessen Schwabbacher Studio die CD aufgenommen wurde. [...]

Heilbronner Stimme, 20. September 2005:

Neue CD der Gauwahnen

"Viagra im Glas" und andere Kleinigkeiten

Sie sind stimmgewaltig und wütend. Wütend darüber etwa, dass im Irak gefoltert wird, dass die Rente nicht sicher ist, demnächst unser aller Gebisse verfaulen und, als sei es der Malaise nicht genug, auch noch die Deutschen aussterben werden. Aber, das muss man der Heilbronner Kabarettgruppe Gauwahnen schon lassen: Sie belassen es nicht beim Meckern, sondern bieten auf ihrer neuen Scheibe "Viagra im Glas" gleich ein ganzes Päckchen Lösungsansätze an, die sie in ohrwurmverdächtige Kabarettlieder verpackt haben. Damit's nicht gar zu weh tut.

In ihren achtzehn Songs beschäftigen sich die Kabarettisten um Erhard Jöst, das sind Eva Läpple, Alexandra Müller, Ingo Kaiser und Niklas Albrecht mit den großen und kleinen Ungerechtigkeiten der Welt, mal mit aktivem Personal, mal mit Personal, das ein wenig aus dem Fokus geraten ist, wie - wer war das noch mal? - Klaus Zwickel.

In Musiken der 20er Jahren verpackt, die Comedian Harmonists sind da gerne genommenes Spielmaterial, nehmen sie sich liebevoll der Menschen an: Ja, was hat er denn, "mein kleiner grüner Joschka?", ein kleines Visaproblem, ach. Und Donald Rumsfeld, der US-Verteidigungsminister: "Was kann der Rumsfeld denn dafür, dass er so schön ist?" Und so schön foltern lässt? Und und und.

Ihre Lösungsansätze sind unkonventionell: In "Kifüteu", also Kinder für den Teufel, fordern sie für jedes zehnte Kind einen Ausbildungsplatz vom Schrauben-Würth und damit einen Ansporn fürs Kinderkriegen und gegen den finalen Schwaben-Exitus. Und den Opa, den schicken sie kurzerhand zum Klauen: Es ist schön warm im Kittchen. Und kosten tut's auch nix. Michaela Adick

Moritz, Dezember 2005:

Wein anstatt Viagra

"Lieder sind das Salz in der Suppe, die das Kabarett serviert." Das seit 1988 bestehende Heilbronner Kabarett-Ensemble GAUwahnen hat deshalb ihre dritte CD ausschließlich musikalisch produziert. "Viagra im Glas" präsentiert achtzehn freche Lieder aus den letzten beiden Kabarettprogrammen der Träger des Kilianspreises für herausragende darstellende Kunst 2005 in der Kulturregion Heilbronn.

Mal hintersinnig-heiter, mal deftig-frivol, mal humoristisch und zynisch, will die Truppe rund um Gründer Gerhard Jöst ihren Zuhörern damit "beste denkanstößige Unterhaltung" bieten. Wer genau hinhört, erkennt auch den Tribut, den die GAUwahnen ihrer Heimatstadt und deren Vorzeigeprodukt nur zu gerne zollen.

Freimütig wird bekannt, "dass die Rentner auf Gebiss, auf Rollstuhl und Viagra im Glas verzichten können, wenn nur eine Medizin erschwinglich bleibt: der Wein." Tanja Weilemann